Dienstag, 13. Januar 2026

Mein viertes Serien- und Filmquartal 2025 + Filmjahr 2025

2025 war ein krasses Jahr.
Ich bin Teil der LB Filmcrew geworden und habe so viele
Filme wie noch nie gesichtet: 587!
Das waren 1091,1 Stunden!
Unzählige Listen und Challenges sind entstanden
und haben mein Jahr absolut bereichert.
Da ich alle Filme von James McAvoy geschaut habe,
ist er die unangefochtene Nummer eins 2025 mit
41 Filmen gewesen. Dicht gefolgt von Elliot Page
mit 22 Filmen und Robin Williams immerhin mit 19 Filmen.
Von Pedro Almodóvar habe ich sieben Filme gesehen, 
dicht gefolgt von Joachim Masannek mit seinen sechs 
"Wilde Kerle"-Filmen, wovon es einer sogar als
Tagebuchmeilenstein geschafft hat 
(50. Film: "Die Wilden Kerle 2").

Da ich mittlerweile alle Filme auf Letterboxd logge 
und die wenigen Serien, die ich noch schaue,
auf Serializd, bleibt am Ende natürlich
nicht mehr viel für den Blog übrig.
Eine Doku habe ich auf Youtube gesehen, die 
weder auf LB noch Serializd zu finden ist,
und da die Tatort- und Serienfolgen oft von Letterboxd verschwinden,
will ich sie hier lieber zusätzlich sichern.

2026 wird ein absolut spannendes Jahr,
da ich das "The year of Natalie" austragen darf und der
Februar viele prickelnde Momente versprechen lässt.
Ich bin gespannt, was uns alle filmisch noch so erwarten wird.

****

Tatort: Dunkelheit

© ARD

Meine Kollegin schwärmte mir bereits letzte Woche 
vom "Tatort: Dunkelheit" vor. 
Sie ist Tatortguckerin, war jedoch bisher noch nie so 
begeistert von einer Folge. 
Die guten Kritiken bestätigten sich im Netz, 
sodass ich nun doch neugierig war 
und als Tatortskeptikerin dem ganzen eine Chance gab. 
Bisher habe ich nur drei Tatortfolgen geschaut. 
Den mit Matthias Schweighöfer 
(diese Handschuhe werde ich nie vergessen), 
den ersten mit Till Schweiger und 
einen oder zwei mit Lars Eidinger. 
Immer wieder wurde ich bestätigt: 
die genannten Schauspieler (außer Schweiger) spielen gut, 
der Rest ist ziemlich öde (außer Schweigers, der war actionreich). 

Schon alleine, wenn das Intro anklingt, 
will ich den Stream direkt wieder ausschalten. 
Dieser schreit nach altmodisch hoch drei 
und wirkt so völlig aus der Zeit gefallen. 
Damit erreichen sie seit Jahren die ü60 Tatortliebhaber:innen, 
alle anderen Alters- und Interessengruppen gehen leer aus. 
Mit diesem Blödsinn endet der Tatort auch, 
was so völlig unpassend ist, 
weil es nicht zum einfühlsamen Ende passt. 

Melika Foroutan hat mir von Anbeginn 
richtig gut als Kommissarin Maryam Azadi gefallen. 
Sie wird von Sekunde zu Sekunde besser, 
auch wenn sie anfangs etwas distanziert wirkt. 
Ihre Herangehensweise ist interessant, 
ihr Engagement beneidenswert. 
Edin Hasanovic muss sich als Hamza Kulina erst einmal etwas einspielen. 
Er wird jedoch nach und nach besser und immer liebenswerter. 
Ab der Mitte hatte ich ihn bereits richtig gerne. 
Etwas klischeehaft ist jedoch seine Backstory. 
Dass er als Opfer einer nie aufgeklärten Tat genau 
in solch einer Abteilung landet, 
ist dann doch etwas zu viel des Guten. 
Auch die Endszene ist etwas zu spannend inszeniert, 
als dass sie glaubwürdig erscheint, 
doch ist die Auflösung des Ganzen eine krasse Idee gewesen. 

Voller Ideen steckt dieser Tatort ohnehin, 
denn er ist unheimlich nahbar inszeniert. 
Man fühlt mit den Angehörigen 
und insbesondere mit den Kommissar:innen. 
Die Szene, in der sie den Angehörigen den Täter offenbaren, 
drückte sehr auf meine Tränendrüse. 
Auch Sahin Eryilmaz ist hier mal wieder hervorzuheben. 
Ihn sehe ich sehr gerne, aber viel zu selten. 
Auch die Geschichte rund um Hamza Kulinas Mutter 
und deren zurückgezogenes Leben war 
insbesondere von Gordana Boban toll gespielt.
Ebenso die Einblendung der Tage, 
die ihnen noch verbleiben, 
um die vielen Opfer ausfindig zu machen, 
war sehr spannend inszeniert. 
Am Ende will ich wissen, woran Maryam Azadi arbeitet. 
Was ist das für ein Fall, der sie im Privatleben weiterforschen lässt?

Hut ab an Stefan Schaller, 
der Regie führte und zusammen 
mit Senad Halibasic das Drehbuch verfasst hat. 
Da ist doch endlich Mal ein spannender "Tatort" bei heraus gekommen, 
von dem ich so angefixt wurde, dass ich nur darauf warte, 
dass meine Kollegin wieder sagt
"Das Team aus Frankfurt ist wieder da. Der Fall war auch wieder richtig spannend." 
Ich drücke die Daumen, insbesondere für den letzten Satz 
und hoffe sehr, dass Stefan Schaller noch einmal die Möglichkeit bekommt, 
seine Vision umzusetzen. 
Sei es ein neuer "Tatort" oder vielleicht auch Mal etwas ganz anderes. 


**

Der Zauber Bollywoods | VPRO Dok

© vpro dok


Die indische Filmindustrie ist eine völlig andere Welt, 
als das uns bekannte Hollywood. 
Hier herrschen andere Regeln. 
Das liegt daran, dass Indien eine ganz andere Kultur hat. 
Das Land ist riesig und besitzt mehrere Filmindustrien, 
wie z.B. Bollywood, Tollywood oder auch die Billigfilmbranche Malegaon. 

2/3 aller Kinoeintrittskarten weltweit werden 
laut der Doku aus 2021 für Bollywoodfilme verkauft. 
Außerdem gibt es an jeder Ecke kleine Räume mit Plastikstühlen, 
in denen alte Filme in Dauerschleife gezeigt werden. 
Hier wird geschlafen, geschaut oder wieder hinaus gegangen. 
Außerdem gibt es auch Kinos, 
die billige Tickets anbieten, 
damit alle ins Kino gehen können. 
Hier gibt es dann keine luxuriösen Sitze oder gar eine Klimaanlage. 
Es geht um die Filme, nicht um das Ambiente. 

Viele empfanden die damaligen indischen Filme als besser, 
weil dort noch eine Geschichte erzählt wurde. 
Heute gibt es so viele Themen in indischen Filmen, 
dass dies für einige zu überladen wirkt. 

Es ist generell nicht leicht, Schauspieler:in zu werden, 
denn nur wenige haben Erfolg. 
So gibt es manchmal Schauspielunterricht, 
ohne dass dafür bezahlt wird. 
Erst wenn die Schauspieler:in Erfolg hat, 
muss der Lehrer bezahlt werden. 
Dies klingt erst einmal gut, 
doch es wurde nicht erwähnt, 
wie viel und lange man dem Lehrer Geld zahlen muss. 
Außerdem herrscht hier noch immer eine Schieflage gegenüber Schauspielerinnen.

"Bekommt eine Schauspielerin eine Rolle, weil sie leicht bekleidet ist und mit dem Regisseur oder Castingdirektor schläft, dann ist es halt so. Man spricht hier von Castingcouch, genau wie in Hollywood."

Es wird zwar betont, 
dass dieser Weg nicht notwendig ist, 
sondern sich Fleiß und Geduld auszahlen, 
doch das wirkt wie eine schwammige Ausrede.
#me2 ist hier nicht wirklich angekommen. 
Apropos: dazu gab es auch eine interessante Doku 
auf Youtube:

Die Fankultur in Indien ist einfach gigantisch. 
So fahren einige Fans ein bis zwei Mal im Monat zu 
dem Haus ihres Idols und warten Stunden darauf, 
dass er hinaus tritt und kurz winkt. 
Das ist dann ein absolutes Highlight 
und sie ziehen wieder glücklich von dannen. 

Laut der Doku kommen jedes Jahr 800 Hindi Filme auf den Markt. 
Zum Vergleich: In Hollywood sind es circa 500-800 Filme. 
Es gibt eine Filmsetstadt namens Ramoji Film City, 
die die zweitgrößte Touristenattraktion in Indien ist. 
Filme wie Baahubali, RRR, Chennai Express, 
Devdas und Golmal wurden laut Google in Ramoji Film City gedreht. 
Dort alleine werden 150 Filme im Jahr produziert.

Doch neben Bollywood, Tollywood und Co. 
gibt es auch Malegaon Filme, eine Billigfilmindustrie. 
Hier zählt nicht das Budget und die Qualität, 
sondern der Spaß am Filme machen. 
Die Filme werden unter 700€ gedreht. 
Die Darsteller:innen erhalten keine Gage 
und oft werden Hollywoodfilme geremaked, 
wie hier "Spider-man" mit einem korpulenteren Darsteller. 

Die indische Filmindustrie ist faszinierend, 
beängstigend und wirkt völlig chaotisch und liebenswert.
So viele Dinge spielen hier eine Rolle,
die in Hollywood unvorstellbar erscheinen. 
Eine faszinierende Welt, 
der ich mehr Menschlichkeit und Feminismus wünschen würde. 

****

Goosebumps: Say Cheese and Die

© Scholastic

Mit einer zwanzig minütige Folge von "Gänsehaut" 
in Ryan Goslings Karriere zur starten ist gar nicht mal so verkehrt. 
Besonders, wenn sie eine so coole Idee beinhaltet, wie diese Folge.
Greg und seine Freunde finden in einem Keller eine Kamera. 
Er fotografiert als erstes seinen Bruder vor dem neuen Auto, 
doch das Auto ist vorne zerbeult. 
Anschließend macht er ein Foto von seiner Freundin, 
doch sie ist nicht auf dem Foto zu sehen. 
Er merkt schnell, dass die Kamera wohl die Zukunft zeigt 
und als seine Freundin plötzlich als verschwunden gilt, 
spitzt sich die Lage zu.
Eine coole Idee, die sympathisch umgesetzt ist. 
Ryan Gosling spielt auch hier schon als 16-Jähriger 
gut auf und überzeugend. 
Außerdem war die Kamera schon verdammt cool gemacht.
Eine kurze "Gänsehaut"-Folge, 
die Laune macht und sich sehen lassen kann.

Freitag, 3. Oktober 2025

Mein drittes Serien- und Filmquartal 2025

© Lionsgate

Drei aufregende Monate liegen hinter mir.
Am 05. Juli war ich in "Ballerina", 
der durch "Fight like a girl" und "Hand that feeds"
nicht nur zwei Lieder heraus gebracht hat,
dich ich rauf und runter höre,
sondern auch mein Film des Jahres werden könnte.
Eine Frau, die "wie eine Frau kämpfen" darf
und dabei richtig austeilt, hat mir tatsächlich all die Jahre gefehlt.
Ansonsten hat sich in der LB Filmcrew das Genre "Oller Schinken"
etabliert, was durch "Arsen und Spitzenhäubchen" verfestigt wurde
und ich hatte mal wieder eine Watchlistwoche gemacht,
die dieses Mal verdammt hart war
Seitdem habe ich keine Watchlistwoche mehr veranstaltet,
weil ich Teil 2 lieber aufteilen wollte und derzeit so viele Projekte habe,
dass ich mich nicht auf ein Thema einschränken möchte.
Irgendwann wird dafür sicherlich mal wieder Platz sein.
 
© TriStar Pictures
 
Ich beendete erfolgreich meine "James McAvoy "Drecksau" Watchlist",
die ich mal wieder sehr ins Herz geschlossen habe. 
Sie hat mir gezeigt, dass ich nicht nur eine schwäche für den Darsteller habe,
sondern vorallem auch für seine Filme.
Ich bin gespannt, was wir noch so von ihm zu sehen bekommen.
 
© AA Films
  
Am 08. August trat dann eine mir völlig neue Filmlandschaft
in mein Leben: der indische Film.
Hierbei handelt es sich nicht um kitschige Bollywoodfilme,
zu denen ich nach wie vor schwer Zugang finde,
sondern u.a. um knallharte Actionfilme.
Die Reise begann brutal blutig mit "Kill",
wurde mit "Gangubai Kathiawadi" fortgesetzt
und ließ weitere indische Filme auf mich niederprasseln.
Sei es "RRR", der aus der "Top 100 Plakatliste" stammende
"3 Idiots" (ja, auch diese Liste habe ich endlich beendet)
oder "Jawan", der mich noch auf dem falschen Fuß erwischte.
 
© Yash Raj Films
 
 "Pathaan" hingegen ließ mich freudestrahlend mittanzen und 
vorallem mitfiebern und bescherrte mir später mit "War"
einen neuen Lieblingsactionfilm, der mich bis heute nicht
loslassen möchte. Ich warte sehnsüchtig auf den zweiten Teil,
der mich wohl enttäuschen wird, da er nicht annährend so gut
wie der erste Teil sein soll.
 
© Warner Bros.
 
Zwischenzeitlich lernte ich auf der Communityreise noch
Pedro Almodóvar kennen, den ich zwar schon von "Parallele Mütter",
dem ich nun definitiv nochmal eine Chance geben muss, 
und "The room next door" kannte, jedoch erst dann ins Herz schloss. 
 
© Yash Raj Films
 
Das Quartal endete, wie erwartete, mit einem indischen Film ("Master").
Auch meine Musikplaylisten wurden von indischen Songs überrannt.
Sie sind überall zu finden und ich höre sie rauf und runter.
Sei es in der Sportplaylist, wo sie mich motivieren, 
in der Singtrackplaylist,
oder in der Soundtrackplaylist  
Im September habe ich 2251 Minuten Musik gehört,
233 Künstler:innen abgespielt und 770 Songs gehört.
Der meistgehörte Künstler war Vishal-Sheykhar
und mein meistgehörter Song "Khalid's Theme".
 
Man merkt schon, es blieb nicht viel Zeit für Serien,
die nun völlig in den Hintergrund getreten sind.
Nicht nur, dass ich sie mittlerweile bei "Serializd"
logge und ggf. weiterhin bei Letterboxd,
sondern hat die Filmlandschaft sie tatsächlich 
in diesem Quartal an die Seite gedrängt.
 
© Netflix
  
So sah ich im Juli "Sirens" und "Unsichtbar" (beide auf LB geloggt),
im August endlich "Sense8" und 
"Das Institut" (Stephen King, beide auf Serializid geloggt)
und im September "A murder at the end of the world" (LB) und
"Der Sommer, als ich schön wurde" (Serializd).
Das war's tatsächlich schon.
 
Mal schauen, was mich im neuen Quartal,
neben dem Schocktober und einer Weihnachtswatchlist alles erwarten wird. 

Sonntag, 6. Juli 2025

Mein zweites Serienquartal 2025

Und schon ist wieder ein Quartal vorbei.
Endlich ist wieder Sommer und das Filmfieber hat mich vollends erreicht.
Ich habe mehrere Listen, die ich abarbeite, wie
oder die Watchlistwochen, die ich in diesem Quartal erfolgreich
eingeführt habe:
Hier werden noch einige folgen.

Daher ist es um die Serien in den letzten Monaten etwas ruhiger geworden.
Einerseits, weil ich mich auf die Filme fokussiere,
andererseits, weil mich nicht viele Serien für sich gewinnen konnten.
Doch ich bin optimistisch und denke, dass ich bald wieder
für mehrere Serien schwärmen werde.
Auf zum nächsten Quartal!

****

Daredevil: Born again, Staffel 1

© Disney

VORSICHT SPOILER!
Nach all dem Marvelfiasko, 
was wir die letzten Jahre ertragen mussten, 
habe ich nicht damit gerechnet, 
dass mir diese Serie tatsächlich gefallen könnte.
Es war schön, Matt Murdock nach all der Zeit Mal wieder zu sehen.

Die Freude über Foggy hält nicht lange an 
und auch Karen ist schnell wieder verschwunden.
Dafür gibt es neue Charaktere und natürlich Fisk, 
der als Bürgermeister von New York ungeahnte Macht entwickelt.
Auch mein liebster Punisher ist kurz mit von der Partie 
und wie immer werden einige Charaktere 
entweder zu Freunden oder gar Feinden.

Die Mischung zwischen Superheld und Anwalt 
funktioniert noch immer und 
so hat mir die Staffel unheimlich viel Spaß bereitet.

Was mich nur wieder nervt: der Marvelkaugummieffekt. 
Anstatt eine schöne letzte Staffel zu basteln, 
wird Matt Murdocks Geschichte nun auch vermutlich 
bis auf den letzten Tropfen ausgepresst werden. 
Mal schauen, wann er mir dann auch auf den Sender gehen wird. 
Ich hoffe nie, auch wenn die Vergangenheit gezeigt hat, 
dass dies auch schnell mit Lieblingscharakteren passieren kann.

Bis dahin feiere ich erstmal diese erste Staffel und bin gespannt, 
wie Matt Fisk letztendlich zur Strecke bringen wird.

4 von 5

**

Glee, Staffel 5

© 20th Century Fox Television

VORSICHT SPOILER!
Was für eine Staffel. 
Die fünfte "Glee"-Staffel war wohl bisher 
leider die schlechteste von allen, 
auch wenn sie dennoch am Anfang noch unterhalten konnte.
Es gab zwei Folgen voller Beatles-Songs. 
Tina war spätestens hier unerträglich. 
Ihr Charakter hat mich durchgängig genervt 
und ich war froh, dass sie nicht mit nach New York gezogen ist. 
Aus "Carrie" hat sie defintiv nichts gelernt 
und ich habe nie verstanden, was die anderen in ihr sahen.
Finn fehlte hier unheimlich, 
Cory Monteith fehlt unheimlich. 
Ich fand es schön,
 dass sie in einer Folge Abschied von ihm genommen haben 
und er dennoch immer wieder erwähnt wurde. 
Wer weiß, was er aus dem Glee-Club noch alles heraus geholt hätte.

Und da sind wir schon am Problem dieser Staffel angekommen: 
der Glee-Club existiert nicht mehr. 
Plötzlich sind Kitty, Jake, Marley, Wade und Ryder Geschichte 
und sie werden nicht einmal mehr erwähnt.
Alles dreht sich nur noch um die Diva Rachel Berry, 
die endlich ihren Broadwaytraum erfüllt...
und dann alles dafür tut, diesen wieder los zu werden. 
Das war undankbar und unheimlich nervig.

Adam Lambert ist dafür endlich mit dabei 
und nimmt sogar viel Raum ein. 
Seine Stimme ist wohl die einzige, 
die ich sogar mit geschlossenen Augen wieder erkennen würde.

Doch auch er taucht am Ende plötzlich nicht mehr auf. 
Demi Lovato steht eh nur am Rande, 
Skylar Astin schaut kurz vorbei (mal wieder typische Unsympathenrolle)
 und Chace "Archibald" Crawford spielt mal wieder 
die gleiche Rolle wie in "Gossip Girl".

Schon wieder stehen die Nationals an, die sie verlieren, 
und das Ende des Glee-Clubs ist erneut in Sicht, 
was man erst nicht ernst nehmen kann 
und dann bitterer Ernst wird. 
Warum? Keine Ahnung, 
denn der Glee-Club ist nicht nur das Herz der Serie, 
sondern auch der McKinley Highschool, 
aber unter Sues Schreckensherrschaft, 
die niemand aufhält, geht nun mal alles in die Brüche.
So z.B. auch Jake und Marleys Beziehung, 
in der er sich plötzlich wie ein super Arschloch aufführt.
Ich werde "Fondue for two" vermissen (dieser Titelsong!) 
und mein absolutes Highlight war definitiv 
"Love is a Battlefield" zwischen Kurt und Blaine. 
Großartige Szene!
Sam und Mercedes finden wieder zueinander, 
obwohl sie so überhaupt nicht zueinander passen. 
Sie scheint immer eher wie eine Mutter für ihn zu sein 
und diese ganze Sexgeschichte hat einfach nur tierisch genervt.
Ganz fürchterlich war tatsächlich auch 
Rachels Broadwaymusical "Funny Girl". 
Um dieses Musical werde ich mein Leben lang einen Bogen machen, 
wenn nicht einmal Lea Michele mir diese fürchterlichen Songs nahe bringen konnte.
Die fünfte Staffel endet mit nervigen Drehbuchideen 
und ich bin gespannt, ob diese tatsächlich in die Tat umgesetzt wurden.

Nun geht's zur letzten Staffel. 
Den letzten dreizehn Episoden. 
Ich hoffe, dass die Serie jetzt nochmal die Kurve kriegt 
und sich zu dem besinnt, was sie eigentlich ist: 
eine "Glee"-Club Serie, 
in der Songs gesungen werden, 
die einen lachen, weinen und tanzen lassen.

2,5 von 5

*

Glee, Staffel 6

© 20th Century Fox Television

VORSICHT SPOILER!
Was für eine tolle letzte Staffel. 
Ein krönender Abschluss für eine wunderbare Serie, 
die ich allen ans Herz legen kann, 
die mit Offenheit und Musik durchs Leben gehen.

Sue als Jigsaw hat mich lauthals zum Lachen gebracht. 
Das war einfach grandios.
Doch beginnen tat die Staffel eher schwierig. 
Einige Charaktere sind plötzlich weg und kommen nie wieder.
Adam Lambert war schon in der fünften Staffel so schnell verschwunden, 
wie er gekommen war, 
ebenso die Band und Demi Lovato, die urplötzlich ebenso verschwunden ist, 
genauso wie ihre Beziehung zu Santana. 
Hier musste sie wohl einfach Platz für Brittany machen.

Leider sind auch Ryder, Jake und Marley verschwunden. 
Sie wurden von Sue von der McKinley geworfen, 
damit der Glee-Club aufgelöst bleibt.
Ebenso Unique, 
der immerhin Mal einen Gastauftritt in dieser Staffel hatte.

Auch Kurt und Blaines Liebe ist erneut zerbrochen 
und Blaine kommt mit Dave Karofsky zusammen, 
was ich ganz furchtbar fand. 
Ich hätte mir für Dave einen besseren Partner gewünscht, 
denn Blaine und er passen so gar nicht zusammen. 
Zum Glück erledigt sich das innerhalb der Staffel 
und Kurt und Blaine heiraten endlich, 
ebenso wie Santana und Brittany.

Tina macht Mike zwischendurch einen Antrag, 
den er nicht annimmt. 
Sie war für mich stets ein unerträglicher Charakter, 
Mike hingegen bekam mir nicht genug Screentime, 
denn Harry Shum Jr. hat so viel Potential 
und letztendlich war er der Grund, 
warum ich "Glee" überhaupt geschaut habe. 
Er wird für mich immer mein liebster Hexenmeister sein.

Sam und Rachel kommen zusammen, 
aber nur kurz, denn Jonathan Groff tritt wieder aufs Parkett 
und die beiden sind am Ende ernsthaft verheiratet. 
Ich werde nie verstehen, warum Rachel ihm verziehen hat, 
ich tat es nie. 
Finn wäre geschockt über diese Wendung gewesen. 
Ich finde nach wie vor, dass Jesse ihr nie gut getan hat.
Am Ende wird sie sogar noch Leihmutter von Kurt' und Blaines Kind, 
was noch weniger zu ihrer Rolle gepasst hat, 
aber trotzdem eine süße Geste war.

Wen ich tatsächlich durchgehend verachtet habe, 
ist Sue Sylvester. 
Jede:r braucht eine:n Gegner:in, 
aber sie war stets eine nervige Endgegnerin, 
die einfach nie nach dem Kampf weggehen wollte. 
Das habe ich wieder in ihrer Sue Folge gemerkt, 
die ich teilweise sogar gespult habe, 
weil ich sie unerträglich fand, 
und deren Folgen ich aber sehr gefeiert habe: 
Sue wird endlich gekündigt, 
ist nicht länger Direktorin oder Coach, 
sondern geht in die Politiker. 
Sue Trump ist geboren.
Von ihrem Kind wird nur wenig gesprochen, 
ich weiß nicht Mal mehr, ob es ein Mädchen oder ein Junge ist. 
Auch dieser "Charakter" scheint egal zu sein.

Dann brennt zum Ende hin noch die Dalton Academy ab, 
was ziemlicher Blödsinn war. 
Die einheitlichen Klamotten fand ich bei ihnen schon fürchterlich 
und werden so auf die New Directions übertragen. 
Langweiliger ging's nicht.
Vor allem wird hier der Aspekt der Frauenfeindlichkeit eher bestärkt,
was ich völlig daneben fand.
In dem Moment darf Rachel auch noch auf die NYADA zurück, 
was unglaublich aber wahr war. 

Die New Directions gewinnen wieder die Sectionals. 
Bis zur Mitte der Serie war man sich nie sicher, 
wer gewinnen würde. 
Oft haben sie bei wichtigen Wettbewerben verloren, was ich mochte. 
Zum Ende der Serie gewinnen sie jeden Wettbewerb ausnahmslos, 
was die Spannung senken lässt, 
die Freude aber natürlich auch erhöht.

© 20th Century Fox Television

Ich hätte gerne mehr von den neuen Glee Mitgliedern gesehen, 
aber am Ende wird es immer einen Glee-Club geben. 
Jede Generation hat ihren eigenen Glee Club. ❤️

Die "Flashback"-Folge hat mich vollends für sich gewonnen. 
Kurts harte Zeit nochmal zu sehen bricht einem das Herz, 
Mercedes litt immer darunter, 
nur die Zweitbesetzung zu sein, 
Wills furchtbare Frau hatte ich zum Glück völlig verdrängt,
Rachel war so nervig, aber sympathisch ambitioniert, 
Puck und Karofsky waren furchtbare Typen, 
Tina hat gestottert und sie war in Artie verliebt, 
ebenso wie er in sie 
und am Ende wird nochmal der erste Auftritt 
der sechs ersten Gleemitglieder gezeigt. 
Dont Stop believin'! 
Ein wunderbarer Abschluss!


Die letzte Folge sorgt dafür, 
dass Will Schuster zwar endlich Direktor der McKinley Highschool wird, 
jedoch wird diese komplett in eine Künstlerschule umgewandelt. 
So schließt man statt der Künste plötzlich den Sport und alles andere aus, 
was ich eine furchtbare Idee fand. 
Sie hätten eher die Künste in allen 
amerikanischen Highschools etablieren sollen, 
anstatt das diese andere Clubs auslöschen. 
So drehte man den Spieß nur bitterböse um.

Deshalb gibt es plötzlich mehrere Glee Clubs, 
obwohl sie jahrelang damit zu kämpfen hatten, 
überhaupt Mitglieder:innen für einen Club zu finden. 
Außerdem gibt es wieder eine Art männlichen Warblers-Club, 
was völlig daneben ist. 
Mädchen fallen mal wieder hinten runter.


Am Ende ist es trotz allem ein schöner Abschluss. 
Die Staffel rettet die nicht allzu gute fünfte Staffel 
und gibt so der Serie einen krönenden Abschluss. 
Vielleicht hätten insgesamt vier, max. fünf Staffeln gereicht, 
auch wenn ich trotz allem fast jede Sekunde der Serie genossen habe.

Vielen Dank Harry Shum Jr., 
dass du mich auf den "Glee"-Club gebracht hast 
und ich mit all den tollen Darsteller:innen, 
Charakteren, Themen, Songs und und und mitfeiern konnte. 
"Glee" wird für immer einen Platz in meinem Herzen haben.

4 von 5

**

State of play

© BBC


3 von 5

**

Nine perfect strangers

© Hulu


2 von 5

**

How to sell drugs online (fast), Staffel 4

© Netflix

Die Serie war immer etwas besonderes 
und das beweist sie auch wieder mit dieser Staffel. 
Die Macher:innen haben Bock, 
die Darsteller:innen haben Bock 
und Moritz reitet mal wieder alle tief in die Scheiße. 
Es war schön, alle wiederzusehen. 
Von mir aus hätte es noch tausend weitere Staffeln geben können, 
aber man soll ja bekanntlich aufhören, wenn's am schönsten ist. 
Tschüss, Mo, Lenny, Dan, Lisa, Kira und Co. 
Und danke an die Macher:innen. 
Ihr habt etwas ganz tolles geschaffen. 

4 von 5

**

The last of us, Staffel 2

© HBO/Sky

VORSICHT SPOILER!
Ich kenne die Spiele, habe das zweite selbst gespielt 
und wusste, was passieren würde. 
Trotzdem habe ich mir sehnlichst gewünscht, 
nicht noch einmal Pedro Pascal beim Sterben zu sehen zu müssen. 
Nicht noch einmal wollte ich Joels Tod mitansehen 
und vorallem wollte ich nicht, 
dass Kaitlyn Dever ihm das antut. 
Die Kaitlyn Dever, 
die ich unheimlich gerne sehe 
und bisher überall mochte und die hier nun Abby spielt. 
Die Abby, 
die ich hier erneut aus tiefstem Herzen zu hassen gelernt habe. 
Die sich von Joel erst retten lässt und ihn dann in den Tod foltert. 
Die Dina das Bewusstsein nimmt, 
um sich genüsslich ihrer Rache hinzugeben. 
Die auch nicht stockt, 
als Ellie dazu stößt und ihr das antut, 
was Joel ihr angetan hat: 
ihr den Vater nimmt. 
Und so beginnt eine Geschichte des Schmerzes und der Rache. 
Ellie lässt nicht locker und verfolgt Abby bis zum bitteren Ende. 
An ihrer Seite ist Dina, 
die absolut hinreißend von Isabela Merced verkörpert wird, 
deren Karriere ich bisher völlig ignoriert habe 
und nun mit Begeisterung mitverfolgen werde. 
In sie habe ich mich schock verliebt. 
Auch Young Mazino als Jesse mochte ich sehr, 
dessen Tod mich ebenfalls sehr verletzt hat. 
Wo wird das ganze nun hinführen? 
Wird die dritte Staffel sich nun um Abby drehen? 
Tag 1 ihrer Gemeinschaft?
Lebt Tommy noch? Und Dina? 
Und ist Ellie wirklich tot oder nur betäubt, 
um ihrem Schicksal endlich ins Auge zu blicken 
und ggf. als Gegenmittel gegen die Seuche zu enden? 
Werden wir Rutina Wesley nochmal sehen 
und nochmal vor solch beängstigenden Armeen von Zombies erzittern?
Ich muss unbedingt nochmal das Spiel spielen bzw. eher nachschauen. 
Ich konnte mich bis auf die einprägsame Szene am Anfang an kaum noch etwas erinnern. 
"The Last of us". 
Eine Serie, 
die einen immer wieder aus neue zerstört, 
sei es filmisch oder spielerisch. 
Ohne Pedro Pascal wird ihr definitiv etwas fehlen. 

4 von 5

**

Ginny & Georgia, Staffel 3

© Netflix

VORSICHT SPOILER!
Diese Serie ist einfach immer wunderbar. 
Selbst wenn sie, wie in dieser Staffel, einige Fehler begeht. 
Sei es das Urteil von Georgias Prozess, 
was nicht stimmig wirkt 
(Georgia hätte in den Knast gehen und Gil angezeigt werden müssen)
 oder das plötzliche Desinteresse an Max, 
die unerwartet ignoriert und fertig gemacht wird. 
Das tat wirklich in der Seele weh 
und ließ Abby, Norah und Ginny in keinem guten Licht stehen. 
Dafür bereitet einem Austin immer weiterhin Sorgen, 
weil er Gil vermisst und in eine gefährliche Schieflage gerät. 
Apropos, in der befindet sich auch Marcus längst 
und diese spitzt sich immer weiter zu. 
Ich hoffe sehr, dass die Mutter, die völlig schwer von KP zu sein scheint, 
endlich Einsicht gezeigt und ihn in eine Entzugsklinik geschickt hat. 
Vielleicht kann er so halbwegs okay in das neue Schuljahr starten. 
Wolfe sollte nicht zu Ginnys Freunden zählen, 
sondern nach ihrer gelungenen Abfuhr endlich das Weite suchen.
Ebenso wie Paul, der in die Fänge von Georgia geriet und deutlich verlor. 
Ich vermute, dass es sich für die Serie nun "ausgepault" hat. 
Anfangs fand ich es schräg, 
dass Ginny plötzlich schwanger war, 
jedoch wurde dies sehr gut gelöst, 
auch wenn sie es etwas zu unbeschadet durchlebt hat. 
Alles in allem und trotz seiner Fehler ist "Ginny & Georgia" 
immer noch ein absolutes Highlight. 
Eine der besten Netflixserien, die immer punkten kann. 
4 von 5

Dienstag, 1. April 2025

Mein erstes Serienquartal 2025

 Ein Jahr ist um, ein neues beginnt 
und auch dieses Jahr gibt es reichlich
Serien nachzuholen.
Im ersten Quartal lag mein Fokus jedoch auf Filmen,
weshalb es nur wenige Serien zu schauen gab.
Ich habe endlich bei Amazon eine Serie nachgeholt,
die ich ewig schon schauen wollte und die ich
großartig fand ("Little fires everywhere"),
"Glee" hat mich vollends verzaubert
und ich habe die "Pageboy Watchlist" erfolgreich abgehakt.
Ich Wahnsinnige habe über 100 Filme 
im ersten Quartal geschaut.
Ich war sehr oft im Kino und habe an meinem
dritten Community-Wochenende zum Thema
"Musikfilme" teilgenommen,
was mal wieder eine Bereicherung war.
Wenn das Jahr so weiter geht, bin ich mehr als
zufrieden, auch wenn ich diese Anzahl
sicherlich nicht aufrecht erhalten kann,
was jedoch vollkommen okay ist.
Auf ein Jahr voller Überraschungen! :-)

****

Little fires everywhere, Staffel 1

© Hello Sunshine

4 von 5

**

Glee, Staffel 2

© 20th Century Fox Television

VORSICHT SPOILER!
Ich bin verliebt. Restlos, endgültig. 
Glee hat mein Herz gestohlen. 
Die zweite Staffel hatte entweder mehr Budget 
oder hat einfach an Fahrt aufgeholt, 
denn hier ist jede Folge ein absoluter Songgenuss. 
Es beginnt schon mit der ersten Folge, 
in der Lea Michele und Jake Zyrus ein Duett 
auf der Toilette singen und die Wände erbeben lassen. 
"Telephone" ging mir nicht mehr aus dem Kopf. 

Absolut getopt wurde dies von der zweiten Folge, 
in der Heather Morris alias Brittany S. Pierce 
Britney Spears Songs singt und sogar die 
Kostüme und Musikvideos nachahmt. 
Britney Spears selbst hat hier auch einen Gastauftritt. 
Eine absolut brillante Meisterleistung! 
Brittany war bisher immer nur der Gag am Rande 
und spielt hier in der gesamten Staffel großartig 
und brilliert mit großartiger Stimme und Tanzperformances. 
Hut ab!
Und so geht es weiter durch "das neue Toastament", 
"The Rocky Horror Glee Show", 
einem grandiosen Medley von "Singing in the rain" 
und "Umbrella" und dazugehörige Regenperformance 
mit Gwyneth Paltrow als Holly Holiday, 
der Performance auf dem Footballfeld 
mit dem Footballteam zusammen 
und ganz neuen eigenen Songs des Glee-Clubs. 

Dazu gibt es, wie üblich, ganz viele Dramen außerhalb 
und innerhalb des Glee-Clubs, 
was besonders Kurt-Fans auf eine harte Probe stellt, 
weil er die McKinley Highschool verlassen muss. 
Es geht viel um mögliche Coming outs, 
Homosexualität, Rassismus, Liebe und und und. 
Mit der zweiten Staffel hat sich die Serie 
tatsächlich selbst übertroffen. 
Neue Gesichter bereichern die Serie 
und auch alte Feinde kamen am Ende zurück. 
Ich freue mich sehr auf weitere Staffeln des Glee-Clubs 
und bin absolut im Glee Fieber!
5 von 5 Sternen 

*

Glee, Staffel 3

© 20th Century Fox Television

VORSICHT SPOILER!
Dies war eine emotionale Staffel.
Mir wurde schlecht, als ich Mark Salling alias Puck beim 
Weihnachtssingen umringt von Kindern sah, 
weil er im wahren Leben wegen Pädophilie angeklagt wurde 
und bei seiner Gefängnisstrafe Selbstmord begangen hat.
Mir kamen die Tränen, als Cory Monteith Rolle Finn 
von seinem Vater erfährt, dass er an Drogen verstorben ist, 
weil Cory Monteith im wahren Leben bereits an einer 
Überdosis gestorben ist. 
Ebenso traurig ist es, als er seiner Partnerin Rachel alias Lea Michele 
einen Heiratsantrag macht, weil die beiden auch 
im wahren Leben bis zu seinem Tod ein Paar waren 
und es nicht bis zur Hochzeit geschafft haben. 
In dieser Staffel geht es lange um Santanas Coming Out, 
gespielt von Naya Rivera, 
die ebenfalls bereits verstorben ist. 
Das war eine makabere Staffel. 
Schön war es jedoch, endlich mal Rachels Väter
zu Gesicht zu bekommen, die von Jeff Goldblum 
und Brian Stokes Mitchell verkörpert wurden.
Außerdem hat sich nach und nach tatsächlich herausgestellt,
dass die Gastdarsteller, auf die ich mich gefreut habe,
durchweg mit bösartigen Eigenschaften daher kamen.
Sei es Jonathan Groff als Jesse, der hin und wieder noch 
Gastauftritte hat, über die ich mich für die Glee-Charaktere
nicht freuen kann, oder noch schlimmer, 
Grant Gustin als Sebastian Smythe, der beinah dafür sorgt,
dass Blaine erblindet.
In dieser Staffel kam dann auch endlich der Auftritt von
Matt Bomer, dem ich sehr entgegen gefiebert habe,
der sich dann als egoistischer Bruder 
von Blaine vorgestellt wurde.
Zwar wurde dadurch die grandiose Performance
von Blaine alias Darren Criss zu Christina
Aguileras "Fighter" kreiert und er lieferte mit
Matt Bomer eine ebenso geniale Performance zu
"Somebody that I used to know" ab,
jedoch musste ich schon ein wenig schmunzeln,
als auch Matt Bomer einen eher negativen Charakter verkörperte.
Mal schauen, wer noch so auftaucht, 
obwohl es ja bereits auch nette Charaktere in Gastauftritten
gab, wie etwa Ricky Martin oder Gwyneth Paltrow 
(das "Singin' in the rain/Umbrella"-Cover höre ich noch 
immer rauf und runter).
Am Ende gewinnen die "New Directions" endlich die Nationals
und so können die, die die Schule beendet haben,
sich auf ihren Weg in die Zukunft machen.
Diese beginnt jedoch nicht rosig,
denn Rachel geht ohne Finn und ohne deren Hochzeit
alleine nach New York, Kurt bleibt zurück und
Finn möchte den Namen seines Vaters 
bei der Army rein waschen.
Ich hoffe sehr, dass wir sie alle doch
noch einmal wiedersehen, 
denn ohne Rachel, Kurt und Co.
würde der Glee-Welt etwas fehlen.
4 von 5 Sternen
 
*

Glee, Staffel 4

 
© 20th Century Fox Television
 
VORSICHT SPOILER!
Und wieder ist eine Glee Staffel vorbei.
Ich war gespannt, wie sie mit der Serie fortfahren würden,
weil nun ein wichtiger Teil der Glee-Mitglieder 
nicht mehr im Glee-Club sein würden.
Tatsächlich haben sie diesen Balanceakt gut gemeistert.
Die neuen Mitglieder sind von Anfang an sympathisch.
Sei es Marley, die nicht nur traumhaft singt, 
sondern auch unheimlich hübsch und empathisch ist 
und mit ihrer Mutter eine zweite neue tolle Figur einbringt, 
sondern auch Ryder, der Finn ähnelt 
und auch wieder nicht, 
oder gar Jake, ein Puckerman, der ganz anders als sein Bruder ist, 
am Anfang ein total Unsympath und 
dann einer der besten Performer und Sänger der Staffel bildet.
Aber auch die Alumni-Gleemitglieder tauchen weiterhin auf 
und bereichern die Handlung weiterhin mit ihren 
tollen Gesangsstimmen und Charakteren.
Finn und Rachel sind weiterhin das perfekte Paar
...bis sie es nicht mehr sind.
"Don't speak" hat mich zerrissen. 
Kurt und Blaine sind das große Paar der Serie 
und ich habe das Lied tagelang rauf und runter gehört.
Ich bin gespannt, wo all das noch hin führt und hoffe, 
dass Blaine nicht den gleichen Fehler wie Finn begehen wird.
Rachel erfindet sich währenddessen neu, 
nicht nur mit einem neuen Freund, den ich nie mochte, 
sondern auch musikalisch und vorallem tänzerisch, 
wobei ihr Kate Hudson hilft, 
die mal wieder die gleiche Rolle wie immer spielt: 
bösartig bis zur herzlichen Offenbarung am Ende.
Es gibt mal wieder eine Britney Spears Folge (2.0), 
die nicht an die erste heran kommt und einen jedoch mit "Everytime" sehr rührt.
Unique ist eine Wucht und bekommt mehr Screentime, 
die der Serie gut tut.
Die Warblers zeigen mal wieder, 
dass sie Mistkerle sind und werden dieses Mal von 
Nolan Gerard Funk angeführt, 
der ebenfalls seit Jahren die gleiche Rolle spielt: 
Ein Mistkerl, durch und durch, ohne positiven Kern. 
Mal schauen, ob wir ihn in der fünften Staffel erneut ertragen müssen.
Tina ist so nervig wie nie zuvor, 
obwohl ihre Darstellerin Jenna Ushkowitz nur so vor Potential strotzt.
Warum sich ihr ohnehin nerviger Charakter 
ins Unermessliche steigern musste, ist mir ein Rätsel.
Dafür ist Finn so toll, charmant und stark wie noch nie. 
Er hat mir unheimlich gut gefallen.
Und am Ende ist der finale Auftritt bei den Regionals tatsächlich 
ihr schlechtester Auftritt seit Anbeginn der Serie. 
Ihre Konkurrenten sind deutlich besser und dennoch erhalten sie die Trophäe.
Enden tut das ganze jedoch endlich mit der zweiten Hochzeit 
von Will und Emma, die meines Erachtens auch nicht nötig gewesen wäre. 
Warum die erste unbedingt abgesagt werden musste, 
wird mir für immer ein Rätsel bleiben.
Trotz der Kritikpunkte hat die vierte Staffel von "Glee" 
wieder unheimlich Spaß gemacht. 
Es gab wieder Songs, die ich rauf und runter gehört habe 
("Americano"/"Dance again"), 
tolle neue Charaktere und Weiterführung der bestehenden Charaktere.
Ich freue mich auf die fünfte Staffel und genieße jede einzelne Minute, 
weil dies die vorletzte Staffel der Serie sein wird. 
Diese Serie wird schon jetzt eine große Lücke hinterlassen, 
die nicht so einfach wieder geschlossen werden kann. 
3,5 von 5

**

American Horror Stories, Staffel 3

Folge 5-9

© 20th Television

VORSICHT SPOILER!
Erst jetzt fiel mir auf, dass ich die dritte Staffel von
"American Horror Stories" noch gar nicht beendet hatte.
Es fehlten noch Folge 5-9, die ich schnell noch nachgeholt habe.
An die ersten vier Folgen kann ich mich kaum noch erinnern.
Die freakige "Bester Freund"-Folge über ein einsames Mädchen,
was in der Schule gemobbt wird und sich an einer Online-Bekanntschaft 
verzweifelt festklammert, 
"Daphne", in der KI eine große und vor allem vereinnahmende Rolle spielt,
"Bandwurm", die Models schlimme Dinge tun ließ und
"Organ", in dem ein Online-Date im Organhandel endet.
Die erste Folgen mochte ich, mal mehr, mal weniger.
Die fünfte Folge "Backrooms" mochte ich von der Grundidee,
jedoch nicht in der Umsetzung. Generell wurde mir hier zu wenig erklärt
und ich hätte gerne eine Erklärung gehabt, warum er seinen Sohn getötet hat.
Eine eher schwierige Folge.
Folge 6, "Klon", mit "Titanic"-Star Victor Garber fand ich sehr interessant.
Sie endet anders, als erwartet (Liebe hat nie existiert, er hat sich nur auf ihn
eingelassen, weil er ein Versuchsobjekt war, weil er sonst unter seiner Würde war)
und hat mir sehr gut gefallen.
Folge 7, "X", war verdammt gruselig. Der Schwarz-weiß Touch 
verleiht der Folge einen bösen zusätzlichen Gruselfaktor.
Ich mochte Mia Isaac in der Hauptrolle.
Folge 8, "Leprechaun" war richtig cool. Jessica Barden liefert hier
am Ende ordentlich ab. Habgier tötet und so muss sie auch ihren
geliebten Freund töten, der sich seinem Schicksal hingibt. 
Und die letzte Folge 9, "Das Ding unter dem Bett", war am gruseligsten.
Sie alleine auf die Suche gehen zu lassen, ohne, dass ihr jemand glaubt,
und von der Polizei permanent überwacht und der Lügen bezichtigt zu werden,
war extrem unangenehm.
"American Horror Stories" hat mich mal wieder gezeigt,
dass ich Horror viel zu selten sehe und das Konzept der einzelnen 
Episodengeschichten nach wie vor funktioniert.
Ich freue mich jetzt schon auf die nächste Staffel!
4 von 5 Sternen 

**

Squid Game, Staffel 2

© Netflix

3,5 von 5

**

The Umbrella Academy, Staffel 3 (abgebrochen)

© Netflix
© Netflix

Aufgrund meiner "Pageboy Watchlist" habe
ich mich nochmals an "The umbrella academy" herangewagt,
bin jedoch nach nur drei Folgen direkt wieder gescheitert.
Mich konnte sie leider nicht überzeugen.
Das liegt sowohl am ausgelutschten Superheldengenre,
als auch an der Serie selbst, die mich einfach nicht
für sich gewinnen konnte.
Dennoch bin ich froh, es nochmals probiert zu haben,
da das Coming out von Elliot Page' Figur Victor 
bereits in der zweiten Episode erfolgte.

In seiner Biographie meinte Elliot Page,
dass die zweite Staffel eher durchwachsen für ihn war.
Einerseits war seine Figur etwas maskuliner, 
andererseits war er immer noch eine Frau.
Vor der dritten Staffel hatte er seine Operation
und danach ging es ihm spürbar besser.
Schön, dass die Macher:innen von "The umbrella academy" 
ihn dabei unterstützt haben und seine Rolle angepasst haben.

Elliot Page sagte folgendes zu seinem Coming out als trans:
"Ich liebe, dass ich trans bin. 
Und ich liebe, dass ich queer bin. 
Und je mehr ich mich an mich selbst halte und 
mich voll und ganz zu dem bekenne, 
was ich bin, desto mehr träume ich, 
desto mehr wächst mein Herz und desto mehr blühe ich auf", 
schrieb er in einer Erklärung: 
"An alle Trans-Personen, die jeden Tag mit 
Belästigung, Selbsthass, Missbrauch und der Bedrohung 
durch Gewalt zu kämpfen haben: 
Ich sehe euch, ich liebe euch und ich werde alles tun, 
was ich kann, um diese Welt zum Besseren zu verändern."

Mehr Worte bedarf es wohl nicht mehr.
Hut ab für Elliot Page und 
Respekt auch an die "The umbrella academy"-Macher:innen.

**

Tales of the City (Miniserie) (abgebrochen)

© Netflix


**

Adolescence 

© Netflix