Sonntag, 6. Juli 2025

Mein zweites Serienquartal 2025

Und schon ist wieder ein Quartal vorbei.
Endlich ist wieder Sommer und das Filmfieber hat mich vollends erreicht.
Ich habe mehrere Listen, die ich abarbeite, wie
oder die Watchlistwochen, die ich in diesem Quartal erfolgreich
eingeführt habe:
Hier werden noch einige folgen.

Daher ist es um die Serien in den letzten Monaten etwas ruhiger geworden.
Einerseits, weil ich mich auf die Filme fokussiere,
andererseits, weil mich nicht viele Serien für sich gewinnen konnten.
Doch ich bin optimistisch und denke, dass ich bald wieder
für mehrere Serien schwärmen werde.
Auf zum nächsten Quartal!

****

Daredevil: Born again, Staffel 1

© Disney

VORSICHT SPOILER!
Nach all dem Marvelfiasko, 
was wir die letzten Jahre ertragen mussten, 
habe ich nicht damit gerechnet, 
dass mir diese Serie tatsächlich gefallen könnte.
Es war schön, Matt Murdock nach all der Zeit Mal wieder zu sehen.

Die Freude über Foggy hält nicht lange an 
und auch Karen ist schnell wieder verschwunden.
Dafür gibt es neue Charaktere und natürlich Fisk, 
der als Bürgermeister von New York ungeahnte Macht entwickelt.
Auch mein liebster Punisher ist kurz mit von der Partie 
und wie immer werden einige Charaktere 
entweder zu Freunden oder gar Feinden.

Die Mischung zwischen Superheld und Anwalt 
funktioniert noch immer und 
so hat mir die Staffel unheimlich viel Spaß bereitet.

Was mich nur wieder nervt: der Marvelkaugummieffekt. 
Anstatt eine schöne letzte Staffel zu basteln, 
wird Matt Murdocks Geschichte nun auch vermutlich 
bis auf den letzten Tropfen ausgepresst werden. 
Mal schauen, wann er mir dann auch auf den Sender gehen wird. 
Ich hoffe nie, auch wenn die Vergangenheit gezeigt hat, 
dass dies auch schnell mit Lieblingscharakteren passieren kann.

Bis dahin feiere ich erstmal diese erste Staffel und bin gespannt, 
wie Matt Fisk letztendlich zur Strecke bringen wird.

4 von 5

**

Glee, Staffel 5

© 20th Century Fox Television

VORSICHT SPOILER!
Was für eine Staffel. 
Die fünfte "Glee"-Staffel war wohl bisher 
leider die schlechteste von allen, 
auch wenn sie dennoch am Anfang noch unterhalten konnte.
Es gab zwei Folgen voller Beatles-Songs. 
Tina war spätestens hier unerträglich. 
Ihr Charakter hat mich durchgängig genervt 
und ich war froh, dass sie nicht mit nach New York gezogen ist. 
Aus "Carrie" hat sie defintiv nichts gelernt 
und ich habe nie verstanden, was die anderen in ihr sahen.
Finn fehlte hier unheimlich, 
Cory Monteith fehlt unheimlich. 
Ich fand es schön,
 dass sie in einer Folge Abschied von ihm genommen haben 
und er dennoch immer wieder erwähnt wurde. 
Wer weiß, was er aus dem Glee-Club noch alles heraus geholt hätte.

Und da sind wir schon am Problem dieser Staffel angekommen: 
der Glee-Club existiert nicht mehr. 
Plötzlich sind Kitty, Jake, Marley, Wade und Ryder Geschichte 
und sie werden nicht einmal mehr erwähnt.
Alles dreht sich nur noch um die Diva Rachel Berry, 
die endlich ihren Broadwaytraum erfüllt...
und dann alles dafür tut, diesen wieder los zu werden. 
Das war undankbar und unheimlich nervig.

Adam Lambert ist dafür endlich mit dabei 
und nimmt sogar viel Raum ein. 
Seine Stimme ist wohl die einzige, 
die ich sogar mit geschlossenen Augen wieder erkennen würde.

Doch auch er taucht am Ende plötzlich nicht mehr auf. 
Demi Lovato steht eh nur am Rande, 
Skylar Astin schaut kurz vorbei (mal wieder typische Unsympathenrolle)
 und Chace "Archibald" Crawford spielt mal wieder 
die gleiche Rolle wie in "Gossip Girl".

Schon wieder stehen die Nationals an, die sie verlieren, 
und das Ende des Glee-Clubs ist erneut in Sicht, 
was man erst nicht ernst nehmen kann 
und dann bitterer Ernst wird. 
Warum? Keine Ahnung, 
denn der Glee-Club ist nicht nur das Herz der Serie, 
sondern auch der McKinley Highschool, 
aber unter Sues Schreckensherrschaft, 
die niemand aufhält, geht nun mal alles in die Brüche.
So z.B. auch Jake und Marleys Beziehung, 
in der er sich plötzlich wie ein super Arschloch aufführt.
Ich werde "Fondue for two" vermissen (dieser Titelsong!) 
und mein absolutes Highlight war definitiv 
"Love is a Battlefield" zwischen Kurt und Blaine. 
Großartige Szene!
Sam und Mercedes finden wieder zueinander, 
obwohl sie so überhaupt nicht zueinander passen. 
Sie scheint immer eher wie eine Mutter für ihn zu sein 
und diese ganze Sexgeschichte hat einfach nur tierisch genervt.
Ganz fürchterlich war tatsächlich auch 
Rachels Broadwaymusical "Funny Girl". 
Um dieses Musical werde ich mein Leben lang einen Bogen machen, 
wenn nicht einmal Lea Michele mir diese fürchterlichen Songs nahe bringen konnte.
Die fünfte Staffel endet mit nervigen Drehbuchideen 
und ich bin gespannt, ob diese tatsächlich in die Tat umgesetzt wurden.

Nun geht's zur letzten Staffel. 
Den letzten dreizehn Episoden. 
Ich hoffe, dass die Serie jetzt nochmal die Kurve kriegt 
und sich zu dem besinnt, was sie eigentlich ist: 
eine "Glee"-Club Serie, 
in der Songs gesungen werden, 
die einen lachen, weinen und tanzen lassen.

2,5 von 5

*

Glee, Staffel 6

© 20th Century Fox Television

VORSICHT SPOILER!
Was für eine tolle letzte Staffel. 
Ein krönender Abschluss für eine wunderbare Serie, 
die ich allen ans Herz legen kann, 
die mit Offenheit und Musik durchs Leben gehen.

Sue als Jigsaw hat mich lauthals zum Lachen gebracht. 
Das war einfach grandios.
Doch beginnen tat die Staffel eher schwierig. 
Einige Charaktere sind plötzlich weg und kommen nie wieder.
Adam Lambert war schon in der fünften Staffel so schnell verschwunden, 
wie er gekommen war, 
ebenso die Band und Demi Lovato, die urplötzlich ebenso verschwunden ist, 
genauso wie ihre Beziehung zu Santana. 
Hier musste sie wohl einfach Platz für Brittany machen.

Leider sind auch Ryder, Jake und Marley verschwunden. 
Sie wurden von Sue von der McKinley geworfen, 
damit der Glee-Club aufgelöst bleibt.
Ebenso Unique, 
der immerhin Mal einen Gastauftritt in dieser Staffel hatte.

Auch Kurt und Blaines Liebe ist erneut zerbrochen 
und Blaine kommt mit Dave Karofsky zusammen, 
was ich ganz furchtbar fand. 
Ich hätte mir für Dave einen besseren Partner gewünscht, 
denn Blaine und er passen so gar nicht zusammen. 
Zum Glück erledigt sich das innerhalb der Staffel 
und Kurt und Blaine heiraten endlich, 
ebenso wie Santana und Brittany.

Tina macht Mike zwischendurch einen Antrag, 
den er nicht annimmt. 
Sie war für mich stets ein unerträglicher Charakter, 
Mike hingegen bekam mir nicht genug Screentime, 
denn Harry Shum Jr. hat so viel Potential 
und letztendlich war er der Grund, 
warum ich "Glee" überhaupt geschaut habe. 
Er wird für mich immer mein liebster Hexenmeister sein.

Sam und Rachel kommen zusammen, 
aber nur kurz, denn Jonathan Groff tritt wieder aufs Parkett 
und die beiden sind am Ende ernsthaft verheiratet. 
Ich werde nie verstehen, warum Rachel ihm verziehen hat, 
ich tat es nie. 
Finn wäre geschockt über diese Wendung gewesen. 
Ich finde nach wie vor, dass Jesse ihr nie gut getan hat.
Am Ende wird sie sogar noch Leihmutter von Kurt' und Blaines Kind, 
was noch weniger zu ihrer Rolle gepasst hat, 
aber trotzdem eine süße Geste war.

Wen ich tatsächlich durchgehend verachtet habe, 
ist Sue Sylvester. 
Jede:r braucht eine:n Gegner:in, 
aber sie war stets eine nervige Endgegnerin, 
die einfach nie nach dem Kampf weggehen wollte. 
Das habe ich wieder in ihrer Sue Folge gemerkt, 
die ich teilweise sogar gespult habe, 
weil ich sie unerträglich fand, 
und deren Folgen ich aber sehr gefeiert habe: 
Sue wird endlich gekündigt, 
ist nicht länger Direktorin oder Coach, 
sondern geht in die Politiker. 
Sue Trump ist geboren.
Von ihrem Kind wird nur wenig gesprochen, 
ich weiß nicht Mal mehr, ob es ein Mädchen oder ein Junge ist. 
Auch dieser "Charakter" scheint egal zu sein.

Dann brennt zum Ende hin noch die Dalton Academy ab, 
was ziemlicher Blödsinn war. 
Die einheitlichen Klamotten fand ich bei ihnen schon fürchterlich 
und werden so auf die New Directions übertragen. 
Langweiliger ging's nicht.
Vor allem wird hier der Aspekt der Frauenfeindlichkeit eher bestärkt,
was ich völlig daneben fand.
In dem Moment darf Rachel auch noch auf die NYADA zurück, 
was unglaublich aber wahr war. 

Die New Directions gewinnen wieder die Sectionals. 
Bis zur Mitte der Serie war man sich nie sicher, 
wer gewinnen würde. 
Oft haben sie bei wichtigen Wettbewerben verloren, was ich mochte. 
Zum Ende der Serie gewinnen sie jeden Wettbewerb ausnahmslos, 
was die Spannung senken lässt, 
die Freude aber natürlich auch erhöht.

© 20th Century Fox Television

Ich hätte gerne mehr von den neuen Glee Mitgliedern gesehen, 
aber am Ende wird es immer einen Glee-Club geben. 
Jede Generation hat ihren eigenen Glee Club. ❤️

Die "Flashback"-Folge hat mich vollends für sich gewonnen. 
Kurts harte Zeit nochmal zu sehen bricht einem das Herz, 
Mercedes litt immer darunter, 
nur die Zweitbesetzung zu sein, 
Wills furchtbare Frau hatte ich zum Glück völlig verdrängt,
Rachel war so nervig, aber sympathisch ambitioniert, 
Puck und Karofsky waren furchtbare Typen, 
Tina hat gestottert und sie war in Artie verliebt, 
ebenso wie er in sie 
und am Ende wird nochmal der erste Auftritt 
der sechs ersten Gleemitglieder gezeigt. 
Dont Stop believin'! 
Ein wunderbarer Abschluss!


Die letzte Folge sorgt dafür, 
dass Will Schuster zwar endlich Direktor der McKinley Highschool wird, 
jedoch wird diese komplett in eine Künstlerschule umgewandelt. 
So schließt man statt der Künste plötzlich den Sport und alles andere aus, 
was ich eine furchtbare Idee fand. 
Sie hätten eher die Künste in allen 
amerikanischen Highschools etablieren sollen, 
anstatt das diese andere Clubs auslöschen. 
So drehte man den Spieß nur bitterböse um.

Deshalb gibt es plötzlich mehrere Glee Clubs, 
obwohl sie jahrelang damit zu kämpfen hatten, 
überhaupt Mitglieder:innen für einen Club zu finden. 
Außerdem gibt es wieder eine Art männlichen Warblers-Club, 
was völlig daneben ist. 
Mädchen fallen mal wieder hinten runter.


Am Ende ist es trotz allem ein schöner Abschluss. 
Die Staffel rettet die nicht allzu gute fünfte Staffel 
und gibt so der Serie einen krönenden Abschluss. 
Vielleicht hätten insgesamt vier, max. fünf Staffeln gereicht, 
auch wenn ich trotz allem fast jede Sekunde der Serie genossen habe.

Vielen Dank Harry Shum Jr., 
dass du mich auf den "Glee"-Club gebracht hast 
und ich mit all den tollen Darsteller:innen, 
Charakteren, Themen, Songs und und und mitfeiern konnte. 
"Glee" wird für immer einen Platz in meinem Herzen haben.

4 von 5

**

State of play

© BBC


3 von 5

**

Nine perfect strangers

© Hulu


2 von 5

**

How to sell drugs online (fast), Staffel 4

© Netflix

Die Serie war immer etwas besonderes 
und das beweist sie auch wieder mit dieser Staffel. 
Die Macher:innen haben Bock, 
die Darsteller:innen haben Bock 
und Moritz reitet mal wieder alle tief in die Scheiße. 
Es war schön, alle wiederzusehen. 
Von mir aus hätte es noch tausend weitere Staffeln geben können, 
aber man soll ja bekanntlich aufhören, wenn's am schönsten ist. 
Tschüss, Mo, Lenny, Dan, Lisa, Kira und Co. 
Und danke an die Macher:innen. 
Ihr habt etwas ganz tolles geschaffen. 

4 von 5

**

The last of us, Staffel 2

© HBO/Sky

VORSICHT SPOILER!
Ich kenne die Spiele, habe das zweite selbst gespielt 
und wusste, was passieren würde. 
Trotzdem habe ich mir sehnlichst gewünscht, 
nicht noch einmal Pedro Pascal beim Sterben zu sehen zu müssen. 
Nicht noch einmal wollte ich Joels Tod mitansehen 
und vorallem wollte ich nicht, 
dass Kaitlyn Dever ihm das antut. 
Die Kaitlyn Dever, 
die ich unheimlich gerne sehe 
und bisher überall mochte und die hier nun Abby spielt. 
Die Abby, 
die ich hier erneut aus tiefstem Herzen zu hassen gelernt habe. 
Die sich von Joel erst retten lässt und ihn dann in den Tod foltert. 
Die Dina das Bewusstsein nimmt, 
um sich genüsslich ihrer Rache hinzugeben. 
Die auch nicht stockt, 
als Ellie dazu stößt und ihr das antut, 
was Joel ihr angetan hat: 
ihr den Vater nimmt. 
Und so beginnt eine Geschichte des Schmerzes und der Rache. 
Ellie lässt nicht locker und verfolgt Abby bis zum bitteren Ende. 
An ihrer Seite ist Dina, 
die absolut hinreißend von Isabela Merced verkörpert wird, 
deren Karriere ich bisher völlig ignoriert habe 
und nun mit Begeisterung mitverfolgen werde. 
In sie habe ich mich schock verliebt. 
Auch Young Mazino als Jesse mochte ich sehr, 
dessen Tod mich ebenfalls sehr verletzt hat. 
Wo wird das ganze nun hinführen? 
Wird die dritte Staffel sich nun um Abby drehen? 
Tag 1 ihrer Gemeinschaft?
Lebt Tommy noch? Und Dina? 
Und ist Ellie wirklich tot oder nur betäubt, 
um ihrem Schicksal endlich ins Auge zu blicken 
und ggf. als Gegenmittel gegen die Seuche zu enden? 
Werden wir Rutina Wesley nochmal sehen 
und nochmal vor solch beängstigenden Armeen von Zombies erzittern?
Ich muss unbedingt nochmal das Spiel spielen bzw. eher nachschauen. 
Ich konnte mich bis auf die einprägsame Szene am Anfang an kaum noch etwas erinnern. 
"The Last of us". 
Eine Serie, 
die einen immer wieder aus neue zerstört, 
sei es filmisch oder spielerisch. 
Ohne Pedro Pascal wird ihr definitiv etwas fehlen. 

4 von 5

**

Ginny & Georgia, Staffel 3

© Netflix

VORSICHT SPOILER!
Diese Serie ist einfach immer wunderbar. 
Selbst wenn sie, wie in dieser Staffel, einige Fehler begeht. 
Sei es das Urteil von Georgias Prozess, 
was nicht stimmig wirkt 
(Georgia hätte in den Knast gehen und Gil angezeigt werden müssen)
 oder das plötzliche Desinteresse an Max, 
die unerwartet ignoriert und fertig gemacht wird. 
Das tat wirklich in der Seele weh 
und ließ Abby, Norah und Ginny in keinem guten Licht stehen. 
Dafür bereitet einem Austin immer weiterhin Sorgen, 
weil er Gil vermisst und in eine gefährliche Schieflage gerät. 
Apropos, in der befindet sich auch Marcus längst 
und diese spitzt sich immer weiter zu. 
Ich hoffe sehr, dass die Mutter, die völlig schwer von KP zu sein scheint, 
endlich Einsicht gezeigt und ihn in eine Entzugsklinik geschickt hat. 
Vielleicht kann er so halbwegs okay in das neue Schuljahr starten. 
Wolfe sollte nicht zu Ginnys Freunden zählen, 
sondern nach ihrer gelungenen Abfuhr endlich das Weite suchen.
Ebenso wie Paul, der in die Fänge von Georgia geriet und deutlich verlor. 
Ich vermute, dass es sich für die Serie nun "ausgepault" hat. 
Anfangs fand ich es schräg, 
dass Ginny plötzlich schwanger war, 
jedoch wurde dies sehr gut gelöst, 
auch wenn sie es etwas zu unbeschadet durchlebt hat. 
Alles in allem und trotz seiner Fehler ist "Ginny & Georgia" 
immer noch ein absolutes Highlight. 
Eine der besten Netflixserien, die immer punkten kann. 
4 von 5